05.04.2011

Den Viren und Bakterien auf der Spur

Heide - Fantasievoll verkleidet als Noroviren, Kolibakterien oder Schweinegrippenviren haben Heider Pflegeschülerinnen und -schüler auf die Bedeutung der Händedesinfektion hingewiesen. Im Rahmen des Händetages 2011 überraschten sie die Mitarbeiter des Westküstenklinikums, um zu sehen, wie gut sie ihre Hände desinfizieren. Bestückt mit UV-Lampen, Wagen voller Desinfektionsmittel und Handabklatsch-Präparationsschalen wurden Pflegestationen und weitere medizinisch relevanten Bereiche aufgesucht.

Hygienefachkraft Milica Djuric-Wucherpfennig, die den Händetag jährlich organisiert, trat diesmal als Osterhase auf. Wer die Frage "Was haben ein Bakterium und ein Überraschungsei gemeinsam?" richtig beantwortete, wurde mit einer Süßigkeit belohnt. Die korrekte Antwort lautete:  Der Aufbau mit Kern und Schale ist gleich.

"Wir führen diese vom Robert-Koch-Institut unterstützte Aktion bereits zum vierten Mal im WKK durch", erläuterte Frau Djuric-Wucherpfennig. Jetzt könne das Krankenhaus auch ein entsprechendes Qualitätssiegel beantragen. Der Aktionstag ist Teil eines von der externen Hygienefachkraft geplanten und umgesetzten Konzeptes. Dazu gehören beispielsweise auch die Desinfektionsmittelspender, die mittlerweile vor jedem Fahrstuhl stehen. Tatsächlich ist der Verbrauch an Desinfektionsmitteln in Heide - wie übrigens auch in Brunsbüttel - in den vergangenen vier Jahren stetig gestiegen. Er liegt jetzt über dem Durchschnitt der Krankenhäuser, die ihre Mengen dem Robert-Koch-Institut melden.

Bei der Aktion der Schüler wurden die von den Mitarbeitern bereits selbst desinfizierten Hände auf mögliche Schwachstellen unter UV-Licht überprüft. Zeigten sich zum Beispiel bei Daumenfalten oder an den Fingernägeln bräunliche Verfärbungen, so war dies ein Hinweis darauf, dass diese Stellen gründlicher mit dem Desinfektionsmittel eingerieben werden muss. Außerdem wurden bei der gleichen Gelegenheit Proben von der Handinnenseite ("Handabklatschproben") genommen, die im Labor daraufhin untersucht werden, ob und welche Keime vorhanden sind.

Hatten sichtlich ihren Spaß an der Aktion: Pflegeschülerinnen und -schüler des Westküstenklinikums, Hygienefachkraft Milica Djuric-Wucherpfennig (re.), Prof. Dr. Fritz S. Keck (2.v.r.), Chefarzt der Medizinischen Klinik, und Harald Stender (li.), Geschäftsführer der Westküstenkliniken Brunsbüttel und Heide gGmbH. (Foto: WKK/ Kienitz)

Hatten sichtlich ihren Spaß an der Aktion: Pflegeschülerinnen und -schüler des Westküstenklinikums, Hygienefachkraft Milica Djuric-Wucherpfennig (re.), Prof. Dr. Fritz S. Keck (2.v.r.), Chefarzt der Medizinischen Klinik, und Harald Stender (li.), Geschäftsführer der Westküstenkliniken Brunsbüttel und Heide gGmbH. (Foto: WKK/ Kienitz)

Hatten sichtlich ihren Spaß an der Aktion: Pflegeschülerinnen und -schüler des Westküstenklinikums, Hygienefachkraft Milica Djuric-Wucherpfennig (re.), Prof. Dr. Fritz S. Keck (2.v.r.), Chefarzt der Medizinischen Klinik, und Harald Stender (li.), Geschäftsführer der Westküstenkliniken Brunsbüttel und Heide gGmbH. (Foto: WKK/ Kienitz)