18.07.2018

Jahresenergiebericht

In den Westküstenkliniken gehen die Lichter nie aus

Brunsbüttel/Heide, 17. Juli 2018.Die Westküstenkliniken haben den Jahresenergiebericht 2017 vorgelegt. Demnach sparen die Kliniken durch den Einsatz moderner Kraft-Wärme-Kopplung jedes Jahr rund 635.000 Euro an Energiekosten. Aber auch die Sicherheit der Energieversorgung spielt beim Energiemanagement der Kliniken eine wichtige Rolle.

In den Westküstenkliniken gehen die Lichter nie aus. Möglich wird das durch ein ausgeklügeltes Notstromsystem. Alleine am Westküstenklinikum in Heide sorgt ein Dieselmotor mit einer Leistung von einem Megawatt dafür, dass bei einer Unterbrechung der Stromversorgung die Arbeit im Krankenhaus problemlos fortgesetzt werden kann. Etwa 15 Sekunden nach einem Stromausfall speist das Dieselaggregat Strom in das Krankenhausnetz ein und hält Aufzüge, wichtige Geräte und die Beleuchtung am Laufen.

Da aber im Operationstrakt oder auf der Intensivstation auch diese 15 Sekunden Unterbrechung zu lange sein können, verfügen die Westküstenkliniken in Brunsbüttel und Heide zusätzlich über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung. Große Akkus puffern den plötzlichen Spannungsabfall ab und können selbst bei einem Ausfall des Notstromaggregats alle lebenswichtigen Bereiche der Klinik für mindestens drei Stunden mit Energie versorgen.

„Bei unserem Energiemanagement geht es nicht nur um Umweltschutz oder Kostenreduzierung – die Patientensicherheit steht für uns an oberster Stelle“, erklärt Karsten Dethlefs, Technischer Leiter der Westküstenkliniken.

2017 wurde beispielsweise ein neues Notstromaggregat für Brunsbüttel beschafft. Drei Jahre zuvor war in Heide ein zusätzliches Aggregat installiert worden, um selbst beim Ausfall der einen Noteinrichtung immer noch Energie zu haben.

Alle Notstromeinrichtungen wurden in diesen Tagen einem Härtetest unterzogen. Sowohl in Brunsbüttel als auch in Heide trennten die Haustechniker die Kliniken eine halbe Stunde lang von der Versorgung der Stadtwerke. „Und alles lief wie geplant“, stellte Karsten Dethlefs hinterher zufrieden fest.

Was die Notstromaggregate der Westküstenkliniken leisten müssen, wird beim Blick auf die Verbrauchszahlen im Jahresenergiebericht deutlich. Alleine an Strom benötigen die beiden Kranken-häuser zusammen soviel Energie wie 3.630 Einfamilienhäuser. Damit haben die Westküstenkliniken schätzungsweise den gleichen Energiebedarf wie die Wohnbevölkerung in Marne. Im Notstrombetrieb werden allerdings etwa Zweidrittel weniger Energie benötigt.

Angesichts dieser Mengen haben die Westküstenkliniken ihre Energieversorgung schon frühzeitig um moderne Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen ergänzt und an beiden Standorten drei Blockheizkraftwerke gebaut. Dadurch sparen die Kliniken nicht nur kräftig Kohlendioxid sondern auch bares Geld. Alleine 2017 mussten die WKK dank ihrer Kraftpakete im Keller rund 635.000 Euro weniger bezahlen, als wenn sie Strom und Gas auf herkömmliche Weise bezogen hätten.

 „Unser Energiemanagement garantiert ein hohes Maß an Patientensicherheit. Gleichzeitig setzen wir die Ressourcen so schonend wie möglich ein. Denn jeden Euro, den wir nicht für Strom und Gas ausgeben müssen, können wir in die Patientenversorgung investieren“, unterstreicht WKK-Geschäftsführerin Dr. Anke Lasserre.

Der Energiebericht kann auf der Internetseite der Westküstenkliniken kostenlos heruntergeladen werden. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Erstellung eines Energieberichts besteht für die Kliniken nicht.

 „Wir machen das freiwillig, um zu schauen, wo wir unsere Energieversorgung in allen Bereichen noch optimieren können“, so Dr. Anke Lasserre.

Techniker Fritz Börger und der Technische Leiter Karsten Dethlefs gemeinsam an einem der zwei Notstromdiesel der Westküstenkliniken in Heide.

Techniker Fritz Börger und der Technische Leiter Karsten Dethlefs gemeinsam an einem der zwei Notstromdiesel der Westküstenkliniken in Heide.

Techniker Fritz Börger und der Technische Leiter Karsten Dethlefs gemeinsam an einem der zwei Notstromdiesel der Westküstenkliniken in Heide.